Schreib-Wettbewerb
Wertewelten will weltweit wissen: Nach welchen Werten leben wir?
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Weltweiter Schreib-Wettbewerb zum Thema:
Nach welchen Werten leben wir?
Wer wir sind:
Wir, eine Gruppe von Studierenden und Professoren der Universität Tübingen, möchten in Erfahrung bringen, wie wir funktionieren, wie unser Weltbild und die Lebenswirklichkeit zusammenhängen. Und zwar weltweit (vgl. unser Projekt Wertewelten), in allen Kulturen. Wir wollen versuchen herauszufinden, was wirklich in den Gedanken und Gefühlen von Menschen vorgeht, wenn sie persönliche Entscheidungen treffen.
Was wir wissen wollen:
Einstellungen, oft anerzogen oder erlernt, individuelle Vorlieben und Abneigungen bestimmen unser Verhalten: Werte, Normen, Regeln, Prägungen.
Warum helfen wir jemandem? Warum beleidigen wir jemanden? Weshalb entscheiden wir uns so oder so? Warum hassen, lieben oder verachten wir einander? Worüber freuen wir uns? Welche Hoffnungen verbinde ich mit meiner Zukunft?
Rahmenbedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind Studierende der Fächer Literaturwissenschaft und Jura
im Alter zwischen 20 und 30 Jahren.
Die Textannahme läuft über die Partneruniversitäten des Projekts Wertewelten.
Nähere Informationen
Informationen auf Deutsch
Information in English
Informations en français
"Normen, Standards, Werte - was die Welt zusammenhält."
Wann: 18. - 21. Februar 2010
Ort: Universität Tübingen
Szene & Tribunal - Orte der "Wertschöpfung"?
Wann: 10. - 14. Juli 2009
Ort: Universität Tübingen
Kulturen des Dialogs
Wann: 19. - 22. November 2008
Ort: Universität Tübingen
Vorlesung: Kafka in Kabul - Literatur auf Wanderschaft
Ringvorlesung der Neuphilologischen Fakultät / von den IL organisiert.
Termine: Dienstag, von 20 Uhr bis 22 Uhr im HS 037.
Termine:
| 20.4.: | Prof. Dr. Jürgen Wertheimer (Tübingen): Einführung: „Texte auf Wanderschaft“. |
| 27.4.: | Dr. des. Arata Takeda (Tübingen): „Die äsopische Unterscheidung (oder die Apologie des Suizidangriffes). Tierfabeln auf Wanderschaft zwischen Kulturen und Ethiken“ |
| 4.5.: | Dr. Amadou Ba (Universität Cheickh Anta Diop, Dakar): „Goethe und Brecht in Afrika: Zur Rezeption der deutschen Literatur im ‚Schwarzen Kontinent‘“ |
| 11.5.: | Dr. Assadullah Habib (ehemaliger Direktor der Universität Kabul, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler) und Maryam Gardisi, Dipl.-Kulturwirtin (EU-Projektleiterin in Lübeck, interkulturelle Beraterin/Trainerin): „Anfang und Ende von Kafkas Reise in Afghanistan“. Weitere Informationen |
| 18.5.: | Prof. Dr. Anil Bhatti (Jawaharlal Nehru University, New Delhi): „Lauter Ambivalenzen. Literarische Wechselbeziehungen zwischen Deutschland, Europa, Indien“. |
| 1.6.: | Dr. Kayo Adachi-Rabe (Berlin): „Hoffman(n)ia in Seijun Suzukis Filmtrilogie der Taishô-Romantik“. |
| 8.6.: | Dr. Julia Genz (Tübingen) und Dr. Kayo Adachi-Rabe (Berlin): „Tawada im Transit. Wie man sich selbst übersetzt“. |
| 15.6.: | Prof. Dr. Thomas Keller (Aix-en-Provence): „Der Beitrag deutschsprachiger Exilliteratur bei der Entstehung von deutsch-französischen Gedächtnisorten im Midi“. |
| 22.6.: | Prof. Dr. Mun-Yeong Ahn (Chungnam National Universität in Daejeon, Südkorea): „Traumspiel auf dem Niemandsland - Wäre Kafka ein Buddhist gewesen!“ |
| 29.6.: | PŠtefica Martić (Übersetzerin ins Kroatische): „Aufnahme deutschsprachiger Gegenwartsliteratur in Kroatien“ |
| 6.7.: | Prof. Dr. Frauke Berndt (Tübingen): „Manhattan Medea“ |
Wertewelten im Klassenzimmer - Interkulturelle Zugänge zu literarischen Texten im Unterricht: Franz Kafkas "Prozess". - Einzelansicht
Blockseminar - Komparatistik | Internationale Literaturen
Lehrende: Rangosch-Schneck, Elisabeth | Wertheimer, Jurgen, Dr. phil.
Block 1
| Freitag, 07.05. | 14-18 Uhr |
| Samstag, 08.05 | 10- 18 Uhr |
Block 2
| Freitag, 09.07. | 14-18 Uhr |
| Samstag, 10.07 | 10- 18 Uhr |
Migrationsbedingte Heterogenität der Schüler/innen prägt alle Schularten. Welche Potenziale birgt dies für den Deutschunterricht? Wie können kulturell unterschiedliche Zugänge zu Themen und Inhalten deutscher literarischer Texte (am Beispiel von Frank Kafkas Prozess) im Unterricht produktiv genutzt werden?
Das Seminar findet als Blockseminar statt: Teilnehmende des Seminars sind Studierende und Lehrpersonen im Fach Deutsch, die in der gemeinsamen Arbeit eigene Fragestellungen erarbeiten (Block 1), denen sie anschließend in kleinen, selbstorganisierten Forschungsprojekten nachgehen. Im Zentrum steht dabei die Schnittstelle heterogener Wert- und Normvorstellungen, ihrer Thematisierung im (Deutsch-)Unterricht und der sprachlicher Verständigung über diese "Wertewelten". Ziel des Seminars ist es, Deutungsspielräume zu erkennen, ihren sozio-kulturellen Kontext zu reflektieren und Wege der Einbeziehung interkultureller Perspektiven im Deutschunterricht zu erarbeiten (Block 2).
Mit der angestrebten Heterogenität der Teilnehmenden verbindet sich das Ziel, sowohl die unterschiedlichen Ebenen beruflichen Wissens (Studierende/ Praktiker), als auch unterschiedliche persönliche (migrations-)biographische Erfahrungen als Ressourcen für eine mehrperspektivische Bearbeitung anknüpfend an Franz Kafkas Prozess zu nutzen.
Achtung: Die Raumreservierung am Freitag berücksichtigt den Aufbau von im Seminar benötigten Materialien mit. Konkret fängt das Seminar Freitags aber erst um 14 Uhr (nicht schon um 10 Uhr) an.
Wertewelten in Literatur und Philosophie
Die Macht des Lachens. Umberto Ecos Der Name der Rose
PD Dr. Alberto Jori | Dr. des. Arata Takeda
Hauptseminar (Blockveranstaltung)
| Zeit: | 19.6./26.6./3.7., 10–18 |
| Raum: | wird bekannt gegeben |
| Beginn: | 19.6.2010 |
| Anmeldung: | in der Vorbesprechung am 22.4., 12–14, Raum 033 |
| Leistungsnachweis: | regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, (Gruppen-)Referat und anschließende Hausarbeit oder schriftliche Klausur |
| Credits: | 6 |
| Sprechstunde: | 21.4., 15–17, Raum 321, sowie nach Vereinbarung |
| Kontakt: | alberto.jori@uni-tuebingen.de; arata.takeda@uni-tuebingen.de |
In Umberto Ecos Roman Der Name der Rose (Il nome della rosa, 1980) konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf eine entscheidende Phase der Bildung des modernen europäischen Wertekosmos, und parallel dazu, auf die damit verbundenen Konflikte. In einer ‚dramatischen‘ Erzählung konfrontiert uns Eco mit dem starken Kontrast zwischen einem intoleranten Kult um Autorität, Tradition und Dogmen einerseits und einem neuen Geist der rationalen Untersuchung und der toleranten Aufgeschlossenheit gegenüber nichtchristlichen Kulturen andererseits. Dieser Konflikt findet seinen Katalysator im Problem des Zugangs zu einem Buch: Es handelt sich dabei um das zweite, der Komödie gewidmete Buch der Poetik des Aristoteles. Damit taucht die wesentliche Rolle des ‚Lachens‘ als Form und Werkmittel einer rationalen Prüfung und Kritik der gefestigten Wertesysteme. Ein solches Lachen wird zur bevorzugten Waffe der Aufklärung und stellt ein bedeutendes Spezifikum der europäischen Kultur dar. Aus diesem Grund werden wir neben Ecos Roman auch Voltaires Candide wie auch Molières Tartuffe zur Analyse heranziehen. Über die literarischen Texte hinaus werden als Bezugswerke sowohl die Poetik des Aristoteles als auch – für eine philosophische Interpretation des Themas des Lachens – das klassische Werk Le Rire von Bergson herangezogen. Da die Werke sowohl im Original (für die Studenten der Romanistik und im Fall der „Poetik“ des Aristoteles für die Studenten der Altphilologie) als auch in deutscher Übersetzung gelesen werden, wird das Seminar u.a. die Gelegenheit bieten, die Schwierigkeiten und Feinheiten, die aus der Praxis der Übersetzung resultieren, näher zu betrachten.
Das Seminar richtet sich an Studierende der Altphilologie, Germanistik, Geschichte, Internationalen Literaturen, Philosophie, Romanistik und Theologie.
Dr. phil. Kayo Adachi-Rabe
Das Kino und sein Double - Stellan Ryes "Der Student von Prag" und Kiyoshi Kurosawas "Doppelgänger"
27. Januar 2010, 19 Uhr
Raum 2.10, Köstlinstraße 6, Tübingen
Prof. Dr. Helmut Kury
„Zwang zum rechten Pfad: Manipulation und Macht bei der Behandlung von Straftätern.“
11. Februar, 18 Uhr
Neuen Aula, Hörsaal 4, Tübingen
Zum interdisziplinären Proseminar „Anpassung und Widerstand“ ist es uns gelungen, den bekannten Freiburger Rechtspsychologen und Kriminologen Prof. Dr. Helmut Kury für einen Gastvortrag und eine Diskussion mit unseren Seminarteilnehmern aus den Literatur- und Rechtswissenschaften zu gewinnen.
Die Veranstaltung ist wie das Seminar Teil des Projekts „Wertewelten“ und richtet daher das Augenmerk auf sprachliche Standards und Brüche im Rechtswesen und der Literatur und den zugehörigen Wissenschaften. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Abweichungs- und Anpassungsprozesse – zum einen auf einer gesellschaftlichen Makroebene, zum anderen auf der Ebene des Individuums – zu erkunden und schließlich beide Ebenen ins Verhältnis zueinander zu setzen.
Helmut Kury wird in seinem Vortrag vor allem der Frage nachgehen, inwieweit zwangsweise oder manipulierende Resozialisierung von Straftätern faktisch möglich und ethisch zulässig ist („Zwangsanpassung“ und „Selbstbestimmung“). Daran knüpft sich die grundsätzliche Überlegung, wo die Grenzen der individuellen Persönlichkeit liegen und was zu tun ist, wenn die persönliche Normalität und die „normale“ Persönlichkeit des gesellschaftlichen Durchschnitts auseinanderdriften.
Dipl. iur. Alexander Baur, M.A.
8 - 9. April 2010 in Wien
Strafe, Kultur und Integration. Strafrecht – ein Mittel zur Schaffung und Absicherung von Wertegemeinschaften? Vortrag auf der Jahrestagung der Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie zum Thema Einheitliches Recht für die Vielfalt der Kulturen? Strafrecht und Kriminologie in Zeiten transkultureller Gesellschaften und transnationalen Rechts.